Social Media Arbeit
selbst machen oder auslagern?
Eine realistische Entscheidungshilfe für NGOs, Vereine & Organisationen
Als NGO, Verein und Organisation ist Öffentlichtkeitsarbeit schon immer ein relevantes Thema gewesen. Im Hinblick auf knappere Ressourcen von Fördergeldern, Spenden und der angespannten wirtschaftlichen Lage wird es immer wichtiger, das eigene Wirken für Stakeholder sichtbar zu machen. Als Mitarbeiter:in und engagierte Person steht man in der täglichen Arbeit oft mittendrin und weiß ganz genau, wie wichtig die eigene Arbeit ist, wie vielen Personen sie hilft und welchen Wandel sie anstößt. Von außen ist dies nicht immer sichtbar, obwohl es in Deutschland über 360.000 Vereine gibt, die eine wichtige Funktion in unserer Gesellschaft erfüllen.
In Zeiten, in denen Wahlen über TikTok entschieden werden, Aktivist:innen über Social Media Unternehmen zum Umdenken bringen und Nachrichten vor allem über Instagram und TikTok konsumiert werden, ist Social Media Arbeit auch aus klassischen NGOs, Vereinen und Organisationen nicht mehr weg zu denken. Oft fehlt es allerdings an Expertise, denn Social Media ist oft weit entfernt, von der Realität der eigenen Arbeit.
Daher gebe ich in diesem Beitrag eine realistische Entscheidungshilfe für NGOs, Vereine, Stiftungen und Organisationen, ob sie ihre Social Media Arbeit lieber selbst machen oder auslagern sollten. Spoiler: Ein richtig oder falsch gibt es dabei nicht, beides hat aber seine Vor- und Nachteile.
Du weißt schon, was du suchst? Gerne unterstütze ich euch als Social Media Freelancerin oder helfe euch in meinen Social Media Workshops weiter.
Warum sich diese Frage für NGOs und Vereine besonders stellt
Während in größeren Unternehmen ganze Teams die Social Media Arbeit übernehmen und oft sogar noch von Agenturen ergänzt werden, stellt sich für NGOs und Vereine eher andere Frage. Denn oft fehlt es an personeller Power, Wissen und generellen Kapazitäten, um Social Media strategisch und wirkungsvoll einzusetzen.
Begrenzte Ressourcen, hohe Erwartungen
Aus meiner jahrelangen Arbeit mit verschiedenen NGOs, Vereinen und Organisationen weiß ich, dass die Strukturen nicht unterschiedlicher sein können. Von großen Teams bis hin zu privat organisierten Vereinen könnten die Voraussetzungen nicht unterschiedlicher sein. Wenn in deiner Organisationen / NGOs ein großes Team vorhanden ist und ihr Social Media mäßig gut aufgestellt seid, dann ist klar: Hier muss nur noch ganz spezifisches Wissen vermittelt werden und der Rest ist gut aufgestellt.
In kleineren Teams oder Teams mit wenig Vorwissen sieht es dagegen anders aus: Oft fehlen einfach Zeit und die Kapazitäten, um neben der eigentlichen Arbeit auch noch Social Media zu bedienen. Nicht umsonst ist „Social Media Management“ heutzutage ein Vollzeitjob und wird oft ganzen Teams ausgeführt. Wie soll eine professionelle und wirksame Bespielung einer oder mehrerer Kanäle dann noch neben der bereits gut füllenden Arbeit funktionieren? Oder gar neben einem ausgeführten Ehrenamt?
Ich verstehe diese Herausforderung sehr sehr gut. Gleichzeitig besteht diese Herausforderung aber auch im Rahmen sehr begrenzter finanzieller Mittel, sodass ein Auslagern schon finanziell einfach nicht möglich ist. „Social Media nebenbei“ zu machen, ist schwierig – vor allem, wenn die entsprechenden Kenntnisse fehlen.
Kommunikation mit Verantwortung
Im Vereins und NGOs Kontext begegne ich oft einer gewissen Ablehnung gegenüber Social Media. Die Vielfalt an stumpfen und sinnlosen Themen, die Entmenschlichung durch KI und Entfremdung durch das „starren auf den Bildschirm“ führt oft zu Frustration und Kritik. Und vor allem in Vereinen und NGOs sitzen Menschen, die etwas bewegen wollen. Die ihre Zeit und Kraft in Tätigkeiten stecken, um die Gesellschaft, die Umwelt oder die Politik ein Stückchen mitzugestalten. Dies führt auch zu anderen Maßstäben in der Kommunikation, die mit deutlich mehr Sensibilität und Zielgruppenvielfalt geschehen muss.
Hier sind Haltung und Werte keine ChatGPT Buzzwords, sondern Grundlage der eigenen Arbeit. Und genau das muss auch auf den eigenen Social Media Kanälen sichtbar sein und mitgedacht werden.
Welche Optionen gibt es nun also, um als Organisation und NGOs Social Media anzugehen und regelmäßig zu bespielen?
Option 1 – Social Media extern auslagern
Die naheliegendste Option ist natürlich, Social Media an eine Agentur oder eine:n Freelancer:in auszulagern. Dabei kann die Zusammenarbeit unterschiedlich gestaltet werden: Von stundenweiser Unterstützung eine:r Freelancer:in bis hin zur kompletten Verwaltung des Accounts durch eine externe Person. Auch bei einer Auslagerung des Social Media Marketings ist es aber unvermeidbar, entsprechende Zuarbeit zu leisten. Ohne Bilder der Arbeit vor Ort und Infos über das aktuelle Geschehen können auch Externe keine guten Ergebnisse liefern.
Vorteile
- Entlastung im Organisationsalltag
- professioneller Blick von außen
- kurzfristig planbar
Nachteile
- Abhängigkeit vom externen Wissen
- hohe laufende Kosten
- internes Verständnis fehlt
- Wechsel schwierig
Vorteile externer Betreuung
Die Vorteile einer externen Betreuung liegen vermutlich auf der Hand, auch wenn oft die Sorge besteht, dass ein Auslagern des Social Media Marketings mit einem entsprechenden Mehraufwand verbunden ist. Zu Beginn einer Zusammenarbeit ist natürlich auch die Einarbeitung der Freelancer:innen oder Agentur mit etwas Aufwand verbunden, eine gute externe Dienstleisterin führt euch aber durch den Wirrwarr und bringt Struktur ins Marketing.
Daher steht vor allem die Entlastung im Organisationsalltag an oberster Stelle. Kein „Was soll ich heute posten?“ oder „Nochmal schnell nen Post in Canva schustern“. Das alles übernehmen Freelancer:innen, wie ich selbst, und Agenturen und sorgen so für eine kontinuierliche Bespielung der Social Media Kanäle, während ihr euch selbst um euer tägliches Wirken kümmern könnt.
Ein weiterer entscheidender Punkt ist, dass im Arbeitsalltag oft der Blick von außen fehlt. Und ja, das geht nicht nur Unternehmen so, sondern vor allem auch Mitarbeiter:innen und Engagierten in NGOs und Organisationen. Denn man steckt oft so tief in der eigenen Arbeit, dass das Verständnis fehlt, wo Außenstehende abgeholt werden müssen. Begriffe, Informationen und entsprechendes Vorwissen werden oft vorausgesetzt und lassen so unzählige Menschen „unwissend“ zurück. Hier hilft dann oft der professioneller Blick von außen, um verschiedene Stakeholder direkt dort abzuholen, wo sie gerade stehen und die Arbeit der Organisation wirklich verständlich sichtbar zu machen.
Ein weiteres Plus? Externe Betreuung ist definitiv auch immer kurzfristig planbar. Gerade mit Freelancer:innen bietet die Zusammenarbeit viel Flexibilität. Von kurzfristigen Verträgen und stundenweiser Unterstützung bis hin aber natürlich auch zu Retainern und einer regelmäßigen Unterstützung lässt sich die Zusammenarbeit flexibel und individuell planen.
Typische Herausforderungen bei der Auslagerung
Doch dieser Beitrag wäre keine Entscheidungshilfe, wenn wir uns nicht auch die Herausforderungen schauen, die bei einer Auslagern an externe genauer Ansehen. Denn gerade für Organisationen und NGOs eine Auslagern in vielen Fällen NICHT die richtige Option.
Wenn das Social Media Marketing an externe ausgelagert wird, machen sich NGOs, Vereine und Organisation abhängig vom externen Wissen. Dabei wird komplett auf die Expertise der Freelancer:innen oder Agentur vertraut, und eine wichtige Aufgabe in der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit somit ausgelagert. Wer nicht versteht, wie die Strategie und Funktionen der Plattform funktionieren, kann auch mit Freelancer:innen und Agenturen Probleme haben, das eigene Social Media Marketing wirkungsvoll zu gestalten. Denn eine professionelle und zielgerichtete Zuarbeit ist für den Erfolg unerlässlich – denn ihr seid es, die tagtäglich mit eurer Arbeit etwas bewirken, die Tief in der Materie stecken und letztendlich die Grundlage für guten Content bietet. Eine gute Freelancerin oder Agentur führt euch natürlich durch die Strategie, aber ein gewisses Wissen muss auch bei der Auslagerung vorhanden sein.
Der wohl markanteste Faktor für Vereine, NGOs, Organisation und Stiftungen sind die hohen laufenden Kosten, die mit einer Auslagerung der Social Media Arbeit einhergehen. Eine Komplettbetreuung kostet oft mehrere tausend Euros, je nach Umfang und Leistungen, ist aber in den meisten Budgets von Organisationen nicht zusätzlich vorgesehen. Hier kann eine stundenweise Unterstützung vorhandener Social Media Teams sinnvoll sein, oder in die Weiterbildung des eigenen Teams zu investieren.
Bei Freelancer:innen und Agenturen besteht oft die Herausforderung, dass ein internes Verständnis für die Strukturen und die tägliche Arbeit innerhalb des Vereins oder Organisation fehlt. Insbesondere Agenturen, die sonst eher Brands betreuen, haben meist keine Expertise in diesem doch sehr speziellen Bereich. Denn Social Media für Organisationen, Stiftungen, Vereine und NGOs funktioniert anders. Es geht hier nicht ums Verkaufen oder die Markenbildung, sondern hat oft einfach viel pragmatischere Ziele wie Spendengenerierung, Campaigning oder klassische Öffentlichkeitsarbeit.
Zudem besteht die Gefahr, dass bei einem Wechsel von Personal innerhalb der Agentur oder beim Wechsel der Freelancer:innen Brüche entstehen und das bisher eingesetzte Wissen komplett verloren geht. Es entsteht eine Abhängig von bestimmten Personen und lässt sich nur mit Mehraufwand wieder ersetzen.
Option 2 – Social Media intern umsetzen
Die zweite Option ist, das Social Media Marketing komplett oder überwiegend intern umzusetzen. Dies setzt entsprechende Ressourcen und Kapazitäten voraus, die abhängig davon sind, was genau mit der Social Media Arbeit erreicht werden soll.
Vorteile
- alles in eigener Hand
- Unabhängigkeit von Externen
- Wissen bleibt im Team
- tiefes Zielgruppen- und Themenverständnis
Nachteile
- zeitaufwändig
- setzt Wissen & Expertise voraus
- benötigt Zuständigkeiten
- Social Media wandelt sich schnell
Wann internes Social Media realistisch ist
Das Social Media Marketing intern umzusetzen, kann und ist bei vielen Formen von NGOs, Vereinen und Organisationen sehr realistisch. Gerne erzähle ich euch von meinen Erfahrungen, wann die eigene Umsetzung am sinnvollsten ist und unter welchen Voraussetzungen sie wirklich gelingen kann.
Zu aller erst braucht es klare Zuständigkeiten. Denn „wenn alle ein bisschen Social Media machen“, dann macht es leider am Ende niemand. Vielleicht klappt es in der ersten Zeit der Motivation noch gut, irgendwann wird hier dann aber der Drive verloren und die Kanäle werden immer unregelmäßiger bespielt. Macht euch daher klar, welche Person dafür zuständig ist und wer welche Zuarbeiten leistet. Nur so kann eine gewisse Regelmäßigkeit und strategisch sinnvolle Umsetzung gewährleistet werden.
Je nach Größe der eigenen NGOs, des Vereins oder der Organisation ist es wichtig, sich realistische Ziele zu setzen. Als große NGOs, die international tätig ist, habt ihr natürlich komplett andere Voraussetzungen und Ressourcen als der kleine Nachbarschaftsverein mit seinem Nischenthema. Als große NGO oder Organisation wisst ihr vermutlich eh schon wie der Hase läuft und es ist eher eine Frage von: Wollen wir uns gezielt Unterstützung suchen? Oder in eine bestimmte Weiterbildung finanzieren? Bei kleineren und mittleren Vereinigungen wird es da schon schwieriger. Denn wenn sowohl finanzielle als auch zeitliche Ressourcen begrenzt sind, müssen die Ziele entsprechend angepasst werden. Wer mit knappen Ressourcen Social Media bespielt, muss sich kleine und erreichbare Ziele setzen und darf sich nicht mit der Arbeit von großen Teams vergleichen.
Social Media ist außerdem sich ein ständig veränderndes Feld. Dieser Schnelllebigkeit muss entsprechend entgegen getreten werden: Nur wer bereit ist, ständig dazuzulernen, sich in diesem Bereich stetig weiterzubilden, auszuprobieren, zu testen und wirklich hinzuschauen, kann Social Media langfristig intern auch umsetzen. Es gehört leider mehr dazu, als „mal eben einen Post zu machen“. Daher ist die Bereitschaft zu lernen (insbesondere auch im Social Media Bereich) unabdingbar.
Woran es oft scheitert
Im Laufe meiner Social Media Laufbahn habe ich mit verschiedensten Organisationsgrößen und Bereichen zusammengearbeitet. Aber immer wieder sehe ich ähnliche Herausforderungen, weshalb es bei NGOs und Vereinen scheitet, das eigene Social Media Marketing intern umzusetzen.
Zum Ersten fehlt leider oft ein gemeinsames Verständnis, was eigentlich genau erreicht werden soll, wie die Plattformen grundlegend funktionieren und wie viel Zeit dort hinein fließen soll. Erst wenn die Strategie und eine realistische Einschätzung gemeinsam erarbeitet und von allen auch wirklich verstanden worden ist, werden die entsprechenden Ressourcen dafür freigemacht. Leider scheitern viele Vereine und Organisationen bereits an diesem ersten Schritt.
Was mir in meiner Arbeit auch immer wieder begegnet, ist eine fehlende Struktur für die eigene Social Media Arbeit. Jeder macht mal ein bisschen, alle haben mal was „von der Nichte des Nachbarn“ etwas darüber gehört und gelernt und der strategische Blick darauf fehlt. Social Media sollte auch in eurer Arbeit nicht einfach nur „Pflichtkanal“ sein, sondern ist Teil eurer Öffentlichkeitsarbeit. Welchen Stellenwert klassische Öffentlichkeitsarbeit hat, ist zum Glück in vielen Vereinen und Organisationen bereits ganz klar definiert. Und erst, wenn ihr anfangt, Social Media als Teil dieser Öffentlichkeitsarbeit zu sehen und nicht als „kleine Spielerei nebenbei“, können sich Strukturen etablieren.
Nichts desto trotz gibt es in Hinblick auf die sozialen Medien oft noch starke Unsicherheiten. Hier fehlt es oft an Wissen und Übung, denn Social Media hat nicht bei allen auch privat einen festen Platz im Alltag. So entstehen Unsicherheiten, die das Team davon abhalten, wirklich aktiv zu sein und loszulegen. Auch einen gewissen Perfektionismus sehe ich oft, der dann dafür sorgt, dass gar nichts oder nur sehr unregelmäßig gepostet wird.
Der Mittelweg: Wissen aufbauen statt Arbeit abgeben
Natürlich wäre die einfachste Lösung nun zu sagen: Gebt eure Social Media Arbeit UNBEDINGT ab oder baut euch ein großes Team dafür auf. Und was in der Theorie gut klingt, geht leider oft an der Realität von vielen NGOs und Organisationen vorbei. Daher müsst ihr diese Entscheidung natürlich alleine treffen, und insbesondere den Kostenfaktor berücksichtigen. Ein guter Mittelweg ist es aber, sich mit den vorhandenen Ressourcen mehr Social Media Wissen aufzubauen und angepasst an die eigenen zeitlichen Kapazitäten selbst zu bespielen. Diese Lösung habe ich bereits mit zahlreichen Organisationen und Vereinen umgesetzt und bin ein großer Fan von dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe.
Warum viele Organisationen zwischen beiden Extremen stecken
Die Problematik liegt nämlich normalerweise selten am Wollen, sondern eher bei der Überforderung. Es gibt viele Optionen, aber irgendwie will keine so richtig passen. Daher stecken viele Organisationen irgendwie dazwischen: Weder haben sie die Kapazitäten für eine vollständige Auslagerung noch genug Sicherheit für „einfach selbst machen“.
Doch wie kann dieses Dilemma gelöst werden?
Social Media Workshops als strategische Brücke
In solchen Fällen empfehle ich meistens einen Social Media Workshop, der als strategische Brücke und Fortbildungsmaßnahme genutzt wird, um genau diese Problematik aufzulösen.
Nein, ein Social Media Workshop kann euch nicht auf einmal zum „Instagram Influencer“ machen oder eine komplette Auslagerung ersetzen. Was er aber kann? Euch die nötige Sicherheit und Grundlagen vermitteln, um Hilfe zur Selbsthilfe zu erhalten.
In solch einem Workshop erarbeiten wir abhängig von euren Vorkenntnissen, wie ihr Social Media für eure Organisation nutzen könnt. Ihr erhaltet mehr Klarheit und Selbstbewusstsein und kommt einem gemeinsamen Verständnis in eurem Team. Es ist quasi die Grundlage für eure eigene Betreuung und Umsetzung. Dabei ist es mir immer wichtig, dass wir eure realistischen Prozesse betrachten, statt „die perfekte Strategie“ ausarbeiten, die am Ende aber nicht umgesetzt wird.
Wann ein Social Media Workshop für NGOs und Vereine sinnvoll ist
Ein Social Media Workshop ist besonders dann sinnvoll, wenn Organisationen ihre Kommunikation weiterentwickeln möchten, ohne zusätzliche Dauerbelastungen im Alltag zu schaffen. In der Praxis zeigen sich immer wieder ähnliche Situationen, in denen ein Workshop als strukturierende und strategische Unterstützung dient.
Typische Anlässe aus der Praxis
Ein sehr häufiger Anlass ist der Jahresbeginn. Viele Organisationen nutzen den Start ins neue Jahr, um ihre Kommunikation zu überprüfen und eine realistische Social-Media-Strategie für die kommenden Monate zu entwickeln. Ziele, Schwerpunkte und Kapazitäten werden neu sortiert und Social Media bewusst in die Jahresplanung eingebettet.
Auch die Einführung neuer Plattformen oder Formate führt oft zu Unsicherheiten. Ob Instagram stärker priorisiert werden soll, ein Einstieg in TikTok geplant ist oder bestehende Kanäle neu gedacht werden müssen: Ein Workshop hilft dabei, Chancen und Aufwand realistisch einzuschätzen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Eine weitere typische Situation ist eine inhaltliche oder strategische Neuausrichtung. Neue Themenschwerpunkte, Kampagnen oder Zielgruppen machen es notwendig, auch die eigene Kommunikation anzupassen. Social Media spielt dabei eine zentrale Rolle und profitiert von einer klaren Einordnung in die Gesamtstrategie.
Personelle Veränderungen gehören ebenfalls zu den häufigsten Anlässen. Neue Mitarbeitende oder Ehrenamtliche bringen frische Perspektiven, aber auch unterschiedliche Wissensstände mit. Ein Workshop sorgt dafür, dass alle auf derselben Grundlage arbeiten und Zuständigkeiten sinnvoll geregelt sind.
Nicht zuletzt entscheiden sich viele Organisationen bewusst für einen Workshop als Refresher. Bestehende Strukturen werden überprüft, Routinen hinterfragt und die eigene Social-Media-Arbeit an aktuelle Rahmenbedingungen angepasst, ohne alles neu aufsetzen zu müssen.
Was ein guter Workshop leisten sollte
Ein guter Social Media Workshop schafft Orientierung im Kommunikationsalltag. Er übersetzt strategische Ziele in eine verständliche Struktur, die zur Organisation passt.
Dazu gehört eine nachvollziehbare Strategie, die sich an den tatsächlichen Ressourcen orientiert und nicht an Idealbildern großer Organisationen. Ebenso wichtig sind klar definierte Rollen und Zuständigkeiten, damit Social Media nicht zwischen Aufgabenbereichen verloren geht.
Ein Workshop sollte außerdem konkrete nächste Schritte festlegen, die sich realistisch in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Ergänzend dazu werden Prozesse betrachtet und vereinfacht, sodass Social Media als planbarer Teil der Öffentlichkeitsarbeit funktioniert, ohne zusätzlichen Aufwand zu verursachen.
Workshop oder externe Betreuung – eine ehrliche Gegenüberstellung
Die Entscheidung zwischen einem Workshop und externer Betreuung hängt stark von Zielsetzung, Budget und internen Kapazitäten ab.
Kosten:
Ein Workshop ist meist eine punktuelle Investition. Externe Betreuung verursacht laufende Kosten, die langfristig höher ausfallen können.
Nachhaltigkeit:
Workshops bauen Wissen im Team auf und wirken langfristig. Externe Betreuung entlastet kurzfristig, ohne automatisch internes Know-how zu stärken.
Abhängigkeiten:
Nach einem Workshop bleibt das Wissen in der Organisation. Bei externer Betreuung entsteht eine stärkere Bindung an einzelne Personen oder Dienstleister.
Teamkompetenz:
Workshops fördern Sicherheit im Umgang mit Social Media. Externe Betreuung übernimmt operative Aufgaben, ersetzt jedoch keine interne Kompetenz.
Fazit – Welche Lösung passt zu Ihrer Organisation?
Welche Lösung sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Jede Organisation arbeitet unter anderen Bedingungen und mit unterschiedlichen Prioritäten.
Entscheidend ist eine realistische Einschätzung der eigenen Ressourcen, Ziele und Erwartungen. Social Media sollte die eigene Arbeit unterstützen und sichtbar machen, ohne zusätzliche Überforderung zu erzeugen. Lösungen, die auf langfristige Umsetzbarkeit und Eigenständigkeit abzielen, zahlen sich dabei oft nachhaltiger aus.
Social Media Workshops für NGOs – mein Ansatz
In meiner Arbeit mit NGOs, Vereinen und Organisationen habe ich gemerkt, dass klassische Social-Media-Schulungen oft an der Realität vorbeigehen. Zu allgemein, zu toollastig oder zu weit entfernt vom tatsächlichen Arbeitsalltag. Genau hier setzt mein Ansatz an.
Meine Workshops sind praxisnah, strukturiert und immer an die konkreten Rahmenbedingungen der jeweiligen Organisation angepasst. Wir arbeiten dabei mit den vorhandenen Ressourcen und betrachten Social Media als Teil der bestehenden Öffentlichkeitsarbeit.
Mir ist es wichtig, dass Teilnehmende nach dem Workshop bessere Entscheidungen treffen können: Welche Plattformen sinnvoll sind, wie viel Aufwand realistisch leistbar ist und wie Social Media so organisiert werden kann, dass es langfristig tragfähig bleibt. Der Workshop dient dabei interaktiver Rahmen, um genau das zu erarbeiten.
Für wen meine Workshops geeignet sind
Meine Social Media Workshops richten sich an NGOs, Vereine und Stiftungen, insbesondere an kleine und mittlere Teams. Sie eignen sich für Inhouse-Formate ebenso wie für Online-Workshops und werden immer an die jeweilige Organisationsstruktur angepasst.
Was Organisationen nach dem Workshop haben
Nach dem Workshop verfügen Organisationen über eine strukturierte Grundlage für ihre Social Media Arbeit. Zuständigkeiten sind definiert, Ziele realistisch eingeordnet und nächste Schritte klar benannt.
Dein Team gewinnt an Sicherheit im Umgang mit Plattformen und in Entscheidungsprozessen. Social Media wird dadurch planbarer, verständlicher und besser in den bestehenden Arbeitsalltag integriert.
Wenn ihr euch aktuell fragt, wie Social Media in eurer Organisation sinnvoll aufgestellt werden kann, lohnt sich ein genauer Blick auf eure eigenen Rahmenbedingungen. Ein Workshop ist nicht automatisch für jede Organisation die richtige Lösung, kann aber in vielen Fällen eine tragfähige Grundlage schaffen, um mit den vorhandenen Ressourcen strukturierter und sicherer zu arbeiten.
Auf meiner Website findet ihr ausführliche Informationen zu Aufbau, Inhalten und Formaten meiner Social Media Workshops für NGOs, Vereine und Stiftungen. Dort könnt ihr nachlesen, wie ein Workshop abläuft und welche Themen je nach Bedarf vertieft werden können.
Wenn ihr unsicher seid, ob ein Workshop für eure Organisation aktuell sinnvoll ist, bietet euch die Seite eine gute Grundlage für eine erste Einschätzung.
>> Weitere Informationen zu meinen Social Media Workshops für NGOs findet ihr hier.
